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Grünkohlwanderung Hoisdorf (Bildergalerie)
Vom Dorfteich
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Hoisdorf wurde erstmals 1279 urkundlich
erwähnt. Es entstand wahrscheinlich einige
Jahrzehnte zuvor als Rodungsdorf. 1339 wurde es an
das Hamburger Domkapitel verkauft. Nach der
Reformation gelangte der Ort 1576 in den Besitz von
Herzog Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf, der es
dem landesherrlichen Amt Trittau zuordnete, wo es -
wie auch Oetjendorf - zu den 17 so genannten
Holzdörfern gehörte.
Mit der 1771 durchgeführten Verkoppelung beginnt die
Geschichte des modernen Hoisdorf. 1857 wird eine
Schule eingerichtet. Mit Annexion
Schleswig-Holsteins durch Preußen wird Hoisdorf in
den neuen Kreis Stormarn eingegliedert. Die
Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889
ordnet es dem Amtsbezirk Lütjensee zu. 1895 erfolgt
der Anschluss an das Telefonnetz und 1913 erhält der
Ort Elektrizität.
1907 erhält Hoisdorf einen Bahnhof an der
Südstormarnschen Kreisbahn (1952 stillgelegt), was
zusammen mit der Endstation der Hamburger U-Bahn in
Großhansdorf die Attraktivität des Ortes erhöht und
nach dem Ersten Weltkrieg zu einer
Bevölkerungssteigerung führt. Einen weiteren
deutlichen Zuwachs bewirkten die Folgen des Zweiten
Weltkriegs: Ausgebombte Hamburger und
Heimatvertriebene aus den ehemals deutschen
Ostgebieten siedelten sich im Dorf an.
1948 kam Hoisdorf zum Amt Lütjensee, nach dessen
Auflösung 1972 zum Amt Siek.
• Das
Stormarnsche Dorfmuseum
Das Museum befindet sich seit 1978 in dem
historischen Bauernhaus "Am Thie", das im Jahre 1756
von dem Hugenotten Duvier als Dorfschmiede errichtet
worden ist.
Mit seinem reichhaltigen Inventar bietet es den
Besuchern vielfältige Einblicke in das dörfliche
Leben, wie es sich vor dem Einzug des Technischen
Zeitalters in Stormarn abgespielt hat. Im
Mittelpunkt der Präsentation stehen daher die
Sammlungen volkstümlicher Arbeits- und
Wirtschaftgeräte aus Landwirtschaft, Hauswirtschaft
und Handwerk.
• Neues Leben in
der Dorfkneipe (Ahrensburger Zeitung vom 23.
Oktober 2007)
"Wie soll Hoisdorf bloß ohne Ihren Kartoffelsalat
auskommen?" Irmgard Maluche (71) freut sich über die
Frage von Rosemarie Gehrmann (55). Auch so lässt
sich das Ende einer Ära und der Beginn einer neuen
andeuten: Irmgard Maluche, seit 1976 die Seele der
Gaststätte am Dorfteich und seit 1982 auch des
A+O-Ladens, hat das Haus an Rosemarie und Reiner
Gehrmann (55) sowie Hauke Asmussen (50), Inhaber des
Bauträgers "Dein-Haus", verkauft. Übergabe ist am
31. Dezember.
Mit ihrer Holzbaufirma (15 Mitarbeiter) hatten die
Gehrmanns vor zehn Jahren Dachüberstände und
Saalfußboden der Gaststätte renoviert. Und vier
Jahre lang hatten sie Kraft und Nerven in die
Sanierung der alten Schokoladenfabrik investiert,
die genau gegenüber liegt.
Irmgard Maluche war seit zwei Jahren auf der Suche
nach einem Käufer. Ihre Kinder Axel (44), gelernter
Koch, und Ulrike (40), gelernte Restaurantfachfrau,
wollten die Gaststätte, den Dorfladen und die fünf
Fremdenzimmer nicht weiterführen. "Die meisten
Interessenten wollten das bis 1906 vom Gastwirt Paul
Harms errichtete Gebäude abreißen und
Doppelhaushälften hinsetzen", sagt Irmgard Maluche,
"ich wollte aber das alte Dorfbild erhalten."
Im Januar soll der schätzungsweise zwei Millionen
Euro teure Umbau beginnen. "Über die Details
diskutieren wir noch", sagt Rosemarie Gehrmann,
"sicher ist, dass die Gemeinde einen 200
Quadratmeter großen Saal für Sitzungen und Feiern
möchte." Die Gastwirtschaft wird komplett
modernisiert wie die Küche und Gästezimmer: "Unser
Ziel ist ein schönes Restaurant mit leckeren,
bezahlbaren Gerichten und Möglichkeiten zum
Draußensitzen."
Für das Restaurant, das voraussichtlich Anfang 2009
wieder eröffnet werden soll, suchen die Gehrmanns
einen Pächter. Den Dorfladen will Irmgard Maluche im
Dezember schließen. Ihre Tochter Ulrike, seit 1991
beschäftigt, muss sich dann genauso etwas Neues
suchen wie die 400-Euro-Kraft Edith Falk (44) aus
Sprenge.
Seit August ist Irmgard Maluche damit beschäftigt,
das zweigeschossige Haus mit mehr als 400
Quadratmeter Nutzfläche und das 2600 Quadratmeter
große Grundstück zu räumen. Die Einrichtung wird
verkauft: "Ein Stuhl kostet acht Euro, ein Tisch
zehn bis 15." Im Saal hat sie einen Flohmarkt
aufgebaut, der nach Anmeldung unter Telefon 04107/45
72 zu besichtigen ist. Da gibt es Sitzkissen für 50
Cent, Gläser für ein bis zwei Euro und Sektkübel für
fünf. Eine Haushaltsauflösung ist für den 19. bis
21. Dezember (jeweils 10 bis 18 Uhr) geplant.
Nur ein Schild ist unverkäuflich. Die grüne Tafel
mit der Aufschrift "Fliederbeergrog vier Mark" nimmt
Irmgard Maluche mit in ihr Appartment nach
Travemünde. "Ich hab' mir den Abschied schlimmer
vorgestellt", meint die Gastwirtin, "nur zum Schluss
wird es bestimmt traurig sein." Nach ihrer Heirat
führte sie gemeinsam mit Georg Maluche von 1963 bis
1971 ein Tante-Emma-Geschäft in Schönberg und von
1972 bis 1982 den Sparladen an der Waldstraße in
Hoisdorf.
erschienen am 23. Oktober 2007
• Stefan Leonhard - Chef in Hoisdorfs
neuem Schmuckstück (Ahrensburger
Zeitung vom 3. Februar 2009)
Er hat als Koch in Hamburger Restaurants gearbeitet,
er leitete bis vor Kurzem das "Strandhus" in
Großensee, er wohnt seit Jahren in Oetjendorf:
Stefan Leonhard hat beste Voraussetzungen, um aus
dem ehemaligen Gasthof am Dorfteich in Hoisdorf ein
Schmuckstück zu machen. Der 37-Jährige will das
komplett umgebaute, renovierte und erweiterte
Restaurant am 15. März eröffnen. Das, was früher
kurz "Maluche" hieß - nach der Eigentümerin Irmgard
Maluche - , soll dann mit dem Titel "Landhaus
Hoisdorf" die Gäste anziehen.
Und mit den Ideen von Stefan Leonhard. Der freut
sich schon auf den Start. Ihn begeistern besonders
das Gebäude und die idyllische Lage am Dorfanger.
"Ich finde das klasse hier", sagt er. "Ich hatte
schon vor längerer Zeit mal mit Frau Maluche drüber
gesprochen, ob ich das übernehmen könnte, aber der
Preis haute nicht hin."
Die Sache nahm dann eine andere Wendung. Die
Hoisdorfer Rainer Gehrmann und Hauke Asmussen, beide
aus der Baubranche, kauften den Gasthof und machten
sich an den Umbau - ein
Zwei-Millionen-Euro-Vorhaben. Unterstützung kam von
der Gemeinde und dessen Bürgermeister Dieter
Schippmann (DGH), dem sehr viel daran liegt, dass
Hoisdorf auch weiterhin einen Gasthof hat. Deshalb
pachtet die Gemeinde einen Teil des 200 Quadratmeter
großen Saals, deshalb gab sie einen
Baukostenzuschuss von 200 000 Euro, deshalb erließ
sie eine Erhaltungssatzung für den Bereich
Dorfanger, der den Bauherren steuerliche Vorteile
brachte.
Und nun ist gewissermaßen auch der letzte Baustein
gesetzt: Der Pächter ist gefunden. Stefan Leonhard
will eine "junge deutsche Küche" machen, mit
leckeren Gerichten zu Preisen, die einen
Restaurantbesuch erschwinglich machen. "Es wird
täglich wechselnde Gerichte geben, mal Rinderfilet
mit Steinpilzen, mal Tafelspitz, mal frische Forelle
von meinem Nachbarn in Oetjendorf. Das wird dann
durch eine feste Speisekarte ergänzen." Den feinen
(und oft auch teuren) Ausflugslokalen wie dem
"Forsthaus Seebergen", die es in der Hoisdorfer
Nachbarschaft in großer Zahl gibt, will er keine
Konkurrenz machen. "Zu uns soll man auch kommen
können, wenn man feststellt: 'Ich hab heute keine
Lust zu kochen, lass uns doch Essen gehen'."
An gastronomischer Erfahrung mangelt es ihm nicht.
Vor der Strandhus-Station hat Leonhard im "Cardoza's"
gekocht, dem Restaurant des Musical-Tempels "Neue
Flora", davor im "Le Canard" und der "Osteria Due" -
alles beste Adressen in Hamburg.
Jetzt also Hoisdorf - sicher ein Kontrast. Aber ein
reizvoller. Es macht Spaß, mit Leonhard durch die
unfertigen Räume zu gehen. Er sieht nicht nackten
Beton. Er sieht Dinge, die es noch gar nicht gibt.
"Hier kommt der Tresen hin", erzählt er und breitet
seine Arme zu einer Geraden aus, die den Raum
durchquert. "Daneben" - Leonhard zeigt auf das große
Zimmer im alten Gebäude, von dem aus man auf den
Dorfteich blickt - "entsteht ein Bistro-Bereich, und
da hinten kommt so eine Art Stormarn-Stube rein -
schön gemütlich."
Der neue Anbau, der vor ein paar Monaten noch
bestenfalls Baustellen-Charme hatte, passt sich
jetzt gut in die vorhandene Architektur ein. Die
Backsteine, mit denen er verkleidet ist, haben sogar
eine Geschichte. Sie stammen von einem Berliner
Wasserturm, der jüngst abgerissen worden ist.
Die verglaste Veranda, die den Anbau mit dem alten
Trakt verbindet, ist schon fertig. Davor entsteht
eine Terrasse unter Bäumen. Im Obergeschoss wird
geschlafen: 20 Betten hat das Hotel "Landhaus
Hoisdorf". Im großen Saal, den ein Gaskamin erwärmt,
gibt es Konzerte: Stefan Leonhard hat schon alles
vor Augen. "Das war immer mein Traum, im eigenen
Dorf was zu machen", sagt er - und strahlt.
www.landhaus-hoisdorf.de
•
BRUSS
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1957
Günther und Gertrud Bruss beginnen als
Einzelunternehmer mit Handel und Vertrieb von
O-Ringen.
1959
Die Dichtungstechnik Mahlich & BRUSS KG wird am
15.10.1959 gegründet und investiert in den Aufbau
eigener Fertigungseinrichtungen. Auf angeschafften
Kompressionsmaschinen beginnt in Großhansdorf
(Schleswig-Holstein) die Fertigung von O-Ringen. Das
Gründungskapital beträgt € 3.500,00.
1965
Die Produktion wird aus Kapazitätsgründen an den nur
wenige Kilometer entfernten Standort Hoisdorf
verlegt, an dem sich noch heute der Hauptsitz der
BRUSS Gruppe befindet. Nach dem Tod von Herrn
Mahlich übernehmen Günther und Gertrud Bruss
sämtliche Anteile an der Dichtungstechnik G. Bruss
KG.
1970
Mit der Aufnahme von Hauben- und Ölwannendichtungen
ins Produktionsprogramm wird die Produktpalette
erweitert. BRUSS konzentriert alle Bemühungen auf
den stark wachsenden deutschen Automobilmarkt. Als
erster OEM Kunde des Unternehmens wird Mercedes-Benz
gewonnen.
1975
Eine Tochterfirma wird in São Paulo, Brasilien,
gegründet. Ein Engagement, das bis 1988 Bestand hat.
1978
BRUSS beginnt mit der Herstellung von
Radial-Wellendichtringen und unterstreicht damit
seine Kompetenz als Dichtungsspezialist für
Motoranwendungen.
1981
In Sligo, Irland, baut BRUSS ein weiteres
Auslandswerk auf und beginnt noch im gleichen Jahr
mit der Produktion von Elastomerformteilen.
1989
Im Zuge des Ausbaus der globalen Präsenz wird ein
Standort in Nordamerika notwendig. Die Federal Mogul
Corp. aus Detroit, Michigan, USA, erwirbt einen
Minderheitsanteil von 49% an der BRUSS Gruppe. Die
Firma erhält eine neue Rechtsform und firmiert nun
unter Dichtungstechnik G. Bruss GmbH & Co KG.
1990
Im Zuge der Transaktion übernimmt BRUSS von Federal
Mogul sämtliche Anteile an der Federal Mogul S.A. in
Durango, Spanien. Das Werk im Norden Spaniens
firmiert von nun an unter BRUSS Juntas Téchnicas S.
en Com.
1991
Das Joint Venture BRUSS Federal Mogul Sealing
Systems in Summerton, South Carolina, USA, nimmt die
Produktion auf. BRUSS hält an diesem Joint Venture
51% der Anteile.
1992
Mit der Gründung des BRUSS Werkes Brieselang GmbH &
Co. KG in Brieselang, Brandenburg, schafft BRUSS
einen Standort in Ostdeutschland und baut aufgrund
der raschen Expansion dringend benötigte
Fertigungskapazität auf.
1997
Am Standort in Brandenburg wird gemeinsam mit dem
Partner Novapax Kunststofftechnik Steiner GmbH & Co
KG die BRUSS Kunststofftechnik GmbH & Co. KG
gegründet. Das Unternehmen erweitert damit seine
Angebotspalette um
1998
BRUSS entscheidet sich für den Rückerwerb des
Minderheitsanteils von Federal Mogul. Das
Unternehmen ist wieder vollständig in
Familienbesitz.
1999
Oliver Bruss, Sohn der Gründer, steigt in das
operative Geschäft der BRUSS Gruppe ein und
übernimmt in der Geschäftsführung die Aufgabe der
Internationalisierung der BRUSS Gruppe sowie die
Steuerung der Auslandswerke.
Es folgt die Neugründung der BRUSS North America
Inc. in Orion, Michigan, USA.
2000
Oliver Bruss übernimmt den Vorsitz der
Geschäftsführung der BRUSS Gruppe. Die Gründer
Günther und Gertrud Bruss ziehen sich aus dem
Tagesgeschäft vollständig zurück.
2001
Mit dem Ziel, die Zukunft der BRUSS Gruppe für
Mitarbeiter und Kunden langfristig zu sichern,
überschreiben die Gründer Günther und Gertrud Bruss
zu Lebzeiten sämtliche Anteile an der BRUSS Gruppe
auf Oliver Bruss.
2002
Aufbau des Produktionswerkes und nordamerikanischen
Stammsitzes in Russell Springs, Kentucky, USA.
2004
Gründung des Werkes BRUSS Polska SP.z.o.o. in
Mragowo, Polen.
2007
Der Ausbau der globalen Präsenz nach Japan erfolgt
zunächst durch die Unterzeichnung eines
umfangreichen Technologie- und Kooperationsvertrages
mit dem Dichtungsspezialisten Keeper Co. LTD. in
Japan. Das gemeinsame Netzwerk verfügt nun über
Entwicklungszentren in Europa, Nordamerika und Japan
sowie insgesamt 10 verfügbare Produktionsstätten in
der Triade.
2008
BRUSS eröffnet ein Büro in Shanghai, um die
technische Betreuung von Automobilherstellern in
China sicherzustellen. Der Aufbau eines eigenen
Werkes in der Shanghai Jiading Industrial Zone ist
für 2010 fest vorgesehen.
Bei BRUSS finden Sie alles von A wie A-Ring bis Z
wie Zylinderkopfhaube: technisch perfekt und
maßgeschneidert nach Ihren Wünschen.
Egal, ob Sie Präzisionsdichtungen, Module oder ein
komplettes System brauchen – wir haben das richtige
Produkt. Bei uns wird das gesamte Umfeld von
Abdichtstellen im Motor-, Getriebe- und
Achsenbereich ganz nach den Wünschen der Kunden
entwickelt und optimiert. Genau das macht BRUSS auch
so einzigartig unter den Anbietern: Hier finden Sie
ein breites Angebotsspektrum der Dichtungstechnik –
in erstklassiger technischer Qualität und zu
wettbewerbsfähigen Preisen.
Bei der Herstellung unserer Produkte stehen Faktoren
wie hervorragende Funktionalität, Stabilität, lange
Lebensdauer und einfache Montage natürlich im
Vordergrund. Zusätzlich unternehmen wir alles, um
den Produktionsablauf zu optimieren und Zeit und
Kosten zu sparen. Wir achten auf optimale
Kapazitätenauslastung, den Einsatz hocheffizienter,
modernster Technologien und Produktion im Kundentakt
„just in time“: also genau so schnell so viel, wie
der Kunde braucht.
Bei der Organisation des Unternehmens setzen wir auf
vertikale Integration: Produktgruppen mit ähnlichem
Anforderungsprofil liegen von der Entwicklung bis
zur Auslieferung komplett in einer Verantwortung.
Mit dem Beginn unserer Zusammenarbeit wird für Sie
ein erfahrenes, funktionsübergreifend arbeitendes
Team bereitgestellt, das bis zum Abschluss des
Auftrags für Sie da ist. Das verschafft uns den
nötigen Überblick und Ihnen einen persönlichen
Ansprechpartner, auf den Sie sich verlassen können.
• Die Südstormarnsche Kreisbahn
war eine Kleinbahn im südlichen Teil des
schleswig-holsteinischen Kreises Stormarn und im
östlichen Hamburg.
Die 33,7 km lange eingleisige Strecke führte vom
Bahnhof Billbrook der Billwerder Industriebahn über
Billstedt, Glinde und Siek zum Bahnhof Trittau an
der Staatsbahnstrecke Oldesloe–Schwarzenbek und
wurde am 17. Dezember 1907 eröffnet. In Billbrook
bestand ein Anschluss an die Hamburger Marschbahn
sowie durchgehender Personenverkehr über Billbrook
hinaus zum Bahnhof Tiefstack an der Strecke
Hamburg–Bergedorf der heutigen Hamburger S-Bahn.
Die Bahn befand sich im Eigentum des Kreises
Stormarn.
Zwischen Billstedt und Havighorst überwindet die
Strecke den Aufstieg vom Tal der Bille zum Geesthang
nördlich der Elbe, dieser Abschnitt ist eine der
steilsten Eisenbahnstrecken Norddeutschlands.
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Während sich der Personenverkehr besonders am
Wochenende zufriedenstellend entwickelte, war das
Güteraufkommen auf der Strecke von Anfang an mäßig.
Größere Transportleistungen im Güterverkehr waren
während der jährlichen Rübenkampagne sowie beim Bau
der Autobahn Hamburg–Lübeck, der späteren A1, zu
verzeichnen.
Die Bahngesellschaft versuchte, den Betrieb zu
rationalisieren. So wurden beispielsweise 1924/25
zwei Triebwagen von Linke-Hofmann-Lauchhammer und
AEG angeschafft. Trotzdem wurde bereits in den
1930er Jahren eine Stilllegung diskutiert und 1933
vom Kreistag auch beschlossen. Die Ansiedlung von
Rüstungsbetrieben konnte die Stilllegung aber
zunächst abwenden.
Seit 1928 firmierte die Betreibergesellschaft der
Südstormarnschen Kreisbahn als Verkehrsbetriebe des
Kreises Stormarn (VKSt) und bot einen parallelen
Autobusverkehr vom Hamburger Hauptbahnhof nach
Trittau an.
Der Personenverkehr wurde am 15. März 1952 auf der
gesamten Strecke eingestellt. Zwischen Glinde und
Trittau wurden die Gleisanlagen in den folgenden
Jahren abgebaut; auf ihrer Trasse befindet sich
heute ein Radwanderweg. Der Abschnitt von Billbrook
nach Glinde mit dem Anschluss zum dortigen
Heereszeugamt und Industriegebiet blieb für den
Güterverkehr erhalten. Ebenso bestehen die meisten
Bahnhofsgebäude im gesamten Streckenverlauf noch
heute.
Die Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn (VKSt)
fusionierten im April 1954 mit der
Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn (BGE) zu den
Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH). Die
Bahnanlagen und Betriebsführung auf der
verbleibenden Eisenbahnstrecke übernahm mit Beginn
des Jahres 1956 die Eisenbahngesellschaft
Altona-Kaltenkirchen-Neumünster (AKN), die dort bis
heute Güterverkehr betreibt. Am 18. Oktober 2005
hatte die AKN im Bundesanzeiger die Strecke zur
Stilllegung ausgeschrieben. Auf diese Ausschreibung
gab es vier Bewerbungen. Am 20. Juli 2006 hatte die
AKN diese Ausschreibung beendet und mitgeteilt, die
Strecke in eigener Verantwortung weiter zu
betreiben. Somit war zunächst ein Rückbau
abgewendet. Allerdings gibt es Bewegungen in Glinde,
denen die Reststrecke ein Dorn im Auge ist. Die
politischen Parteien schätzen den Wert der Strecke
unterschiedlich ein. Während sich die CDU eher für
den Abbau ausspricht, hat die SPD sich in ihrem
Parteiprogramm zunächst für den Erhalt, verbunden
mit Machbarkeitsuntersuchungen für eine Nutzung und
Anbindung an das Hamburger U-Bahn-Netz
ausgesprochen. Auch der Abbau der Gleise im
ehemaligen Depot-Gelände wird von der SPD wohl eher
kritisch bewertet.
Am 17. Dezember 2007 hatte der Förderverein
Südstormarnsche Kreisbahn zu einer Feierstunde zum
100-jährigen Jubiläum der Kreisbahn eingeladen.
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums zeigte das
Kreisarchiv in Bad Oldesloe eine Archivausstellung.
• Streit um den alten Speicher (Hamburger
Abendblatt vom 9. Oktober 1999)
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Wasserwerke sträuben sich gegen
Denkmalschutz-Verpflichtungen
Die Hamburger Wasserwerke sind keineswegs
glücklich darüber, dass sie jetzt für ein Denkmal
aufkommen sollen. Das Landesamt für Denkmalpflege
Schleswig-Holstein in Kiel hat einen seit 1971
ausgedienten Wasserspeicher in Hoisdorf für
erhaltenswürdig befunden. Die Wasserwerke haben
jetzt die Möglichkeiten, sich beim Denkmalrat zu
beklagen, der Entscheidungen des Landesamts
kontrollieren kann, oder vor Gericht zu gehen.
Das Landesamt geht davon aus, dass der Speicher
tatsächlich geschützt wird: Ein großes Unternehmen
könne sich die Instandhaltung problemlos leisten.
Warum stellt man einen Wasserspeicher unter
Denkmalschutz? Am Eingang des Bauwerks in Hoisdorf
steht ein kleiner Turm mit vielen Zinnen, der wie
ein Teil einer Burg wirkt. Das Landesamt für
Denkmalpflege sieht die Besonderheit des 1892
erbauten Speichers darin, dass hier versucht wurde,
ein technisches Bauwerk in die Natur zu integrieren.
So wurde auch der 1440 Kubikmeter fassende Speicher
zur Hälfte ins Erdreich eingelassen und dann mit
einem künstlichen Hügel bedeckt. Die Bauweise einer
Burg und die Einbettung in die Natur erinnern an
englische Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts.
Im Gegensatz zu den reich gestalteten Wassertürmen
in den Städten ist die Architektur dieses
Eingangsturms auf den ersten Blick eher schlicht. In
Schleswig-Holstein ist dem Landesamt keine
vergleichbare Anlage bekannt.
Der Wasserspeicher wurde vom Wasserwerk Großensee
gebaut, das damals noch der Stadt Wandsbek gehörte.
Nachts wurde Brunnen- und Seewasser in den Speicher
gepumpt, tagsüber wurden damit die Häuser versorgt.
Auf dem umliegenden Gelände an der Straße Bornbek
wird heute Golf gespielt.
Der Eingangsturm hat einen quadratischen Grundriss
mit gut vier Meter langen Seiten. Über die
kreisrunden Öffnungen im Rundbogenfries, die jetzt
verschlossen sind, wurde der Raum belüftet. Durch
ein Rundbogenportal kommt man in den Vorraum im
Eingangsturm und schließlich zum Wasserbehälter, der
etwa 23 Meter lang und 17 Meter breit ist. Ein
Wartungsgang führt drei Meter über dem Speicherboden
zum unterirdischen Schieberbauwerk, mit dem das
Wasser zu- und abgelassen werden konnte. Der Gang
trennt den Speicher in zwei Kammern, deren Gewölbe
von zehn Pfeilern getragen werden.
Wie ein Geisterschloss wirkt der Eingangsturm des
ausgedienten Wasserspeichers in Hoisdorf. Die
Hamburger Wasserwerke sind dagegen, dass er unter
Denkmalschutz gestellt wird.
zum Golf-Club
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