Grünkohlwanderung und -essen
am 28. Februar 2009

Grünkohlwanderung Hoisdorf (Bildergalerie)
 

Vom Dorfteich

Hoisdorf wurde erstmals 1279 urkundlich erwähnt. Es entstand wahrscheinlich einige Jahrzehnte zuvor als Rodungsdorf. 1339 wurde es an das Hamburger Domkapitel verkauft. Nach der Reformation gelangte der Ort 1576 in den Besitz von Herzog Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf, der es dem landesherrlichen Amt Trittau zuordnete, wo es - wie auch Oetjendorf - zu den 17 so genannten Holzdörfern gehörte.
Mit der 1771 durchgeführten Verkoppelung beginnt die Geschichte des modernen Hoisdorf. 1857 wird eine Schule eingerichtet. Mit Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wird Hoisdorf in den neuen Kreis Stormarn eingegliedert. Die Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 ordnet es dem Amtsbezirk Lütjensee zu. 1895 erfolgt der Anschluss an das Telefonnetz und 1913 erhält der Ort Elektrizität.
1907 erhält Hoisdorf einen Bahnhof an der Südstormarnschen Kreisbahn (1952 stillgelegt), was zusammen mit der Endstation der Hamburger U-Bahn in Großhansdorf die Attraktivität des Ortes erhöht und nach dem Ersten Weltkrieg zu einer Bevölkerungssteigerung führt. Einen weiteren deutlichen Zuwachs bewirkten die Folgen des Zweiten Weltkriegs: Ausgebombte Hamburger und Heimatvertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten siedelten sich im Dorf an.
1948 kam Hoisdorf zum Amt Lütjensee, nach dessen Auflösung 1972 zum Amt Siek.
       • Das Stormarnsche Dorfmuseum
Das Museum befindet sich seit 1978 in dem historischen Bauernhaus "Am Thie", das im Jahre 1756 von dem Hugenotten Duvier als Dorfschmiede errichtet worden ist.
Mit seinem reichhaltigen Inventar bietet es den Besuchern vielfältige Einblicke in das dörfliche Leben, wie es sich vor dem Einzug des Technischen Zeitalters in Stormarn abgespielt hat. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen daher die Sammlungen volkstümlicher Arbeits- und Wirtschaftgeräte aus Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Handwerk.
      • Neues Leben in der Dorfkneipe (Ahrensburger Zeitung vom 23. Oktober 2007)

"Wie soll Hoisdorf bloß ohne Ihren Kartoffelsalat auskommen?" Irmgard Maluche (71) freut sich über die Frage von Rosemarie Gehrmann (55). Auch so lässt sich das Ende einer Ära und der Beginn einer neuen andeuten: Irmgard Maluche, seit 1976 die Seele der Gaststätte am Dorfteich und seit 1982 auch des A+O-Ladens, hat das Haus an Rosemarie und Reiner Gehrmann (55) sowie Hauke Asmussen (50), Inhaber des Bauträgers "Dein-Haus", verkauft. Übergabe ist am 31. Dezember.
Mit ihrer Holzbaufirma (15 Mitarbeiter) hatten die Gehrmanns vor zehn Jahren Dachüberstände und Saalfußboden der Gaststätte renoviert. Und vier Jahre lang hatten sie Kraft und Nerven in die Sanierung der alten Schokoladenfabrik investiert, die genau gegenüber liegt.
Irmgard Maluche war seit zwei Jahren auf der Suche nach einem Käufer. Ihre Kinder Axel (44), gelernter Koch, und Ulrike (40), gelernte Restaurantfachfrau, wollten die Gaststätte, den Dorfladen und die fünf Fremdenzimmer nicht weiterführen. "Die meisten Interessenten wollten das bis 1906 vom Gastwirt Paul Harms errichtete Gebäude abreißen und Doppelhaushälften hinsetzen", sagt Irmgard Maluche, "ich wollte aber das alte Dorfbild erhalten."
Im Januar soll der schätzungsweise zwei Millionen Euro teure Umbau beginnen. "Über die Details diskutieren wir noch", sagt Rosemarie Gehrmann, "sicher ist, dass die Gemeinde einen 200 Quadratmeter großen Saal für Sitzungen und Feiern möchte." Die Gastwirtschaft wird komplett modernisiert wie die Küche und Gästezimmer: "Unser Ziel ist ein schönes Restaurant mit leckeren, bezahlbaren Gerichten und Möglichkeiten zum Draußensitzen."
Für das Restaurant, das voraussichtlich Anfang 2009 wieder eröffnet werden soll, suchen die Gehrmanns einen Pächter. Den Dorfladen will Irmgard Maluche im Dezember schließen. Ihre Tochter Ulrike, seit 1991 beschäftigt, muss sich dann genauso etwas Neues suchen wie die 400-Euro-Kraft Edith Falk (44) aus Sprenge.
Seit August ist Irmgard Maluche damit beschäftigt, das zweigeschossige Haus mit mehr als 400 Quadratmeter Nutzfläche und das 2600 Quadratmeter große Grundstück zu räumen. Die Einrichtung wird verkauft: "Ein Stuhl kostet acht Euro, ein Tisch zehn bis 15." Im Saal hat sie einen Flohmarkt aufgebaut, der nach Anmeldung unter Telefon 04107/45 72 zu besichtigen ist. Da gibt es Sitzkissen für 50 Cent, Gläser für ein bis zwei Euro und Sektkübel für fünf. Eine Haushaltsauflösung ist für den 19. bis 21. Dezember (jeweils 10 bis 18 Uhr) geplant.
Nur ein Schild ist unverkäuflich. Die grüne Tafel mit der Aufschrift "Fliederbeergrog vier Mark" nimmt Irmgard Maluche mit in ihr Appartment nach Travemünde. "Ich hab' mir den Abschied schlimmer vorgestellt", meint die Gastwirtin, "nur zum Schluss wird es bestimmt traurig sein." Nach ihrer Heirat führte sie gemeinsam mit Georg Maluche von 1963 bis 1971 ein Tante-Emma-Geschäft in Schönberg und von 1972 bis 1982 den Sparladen an der Waldstraße in Hoisdorf.
erschienen am 23. Oktober 2007
      • Stefan Leonhard - Chef in Hoisdorfs neuem Schmuckstück (Ahrensburger Zeitung vom 3. Februar 2009)
Er hat als Koch in Hamburger Restaurants gearbeitet, er leitete bis vor Kurzem das "Strandhus" in Großensee, er wohnt seit Jahren in Oetjendorf: Stefan Leonhard hat beste Voraussetzungen, um aus dem ehemaligen Gasthof am Dorfteich in Hoisdorf ein Schmuckstück zu machen. Der 37-Jährige will das komplett umgebaute, renovierte und erweiterte Restaurant am 15. März eröffnen. Das, was früher kurz "Maluche" hieß - nach der Eigentümerin Irmgard Maluche - , soll dann mit dem Titel "Landhaus Hoisdorf" die Gäste anziehen.
Und mit den Ideen von Stefan Leonhard. Der freut sich schon auf den Start. Ihn begeistern besonders das Gebäude und die idyllische Lage am Dorfanger. "Ich finde das klasse hier", sagt er. "Ich hatte schon vor längerer Zeit mal mit Frau Maluche drüber gesprochen, ob ich das übernehmen könnte, aber der Preis haute nicht hin."
Die Sache nahm dann eine andere Wendung. Die Hoisdorfer Rainer Gehrmann und Hauke Asmussen, beide aus der Baubranche, kauften den Gasthof und machten sich an den Umbau - ein Zwei-Millionen-Euro-Vorhaben. Unterstützung kam von der Gemeinde und dessen Bürgermeister Dieter Schippmann (DGH), dem sehr viel daran liegt, dass Hoisdorf auch weiterhin einen Gasthof hat. Deshalb pachtet die Gemeinde einen Teil des 200 Quadratmeter großen Saals, deshalb gab sie einen Baukostenzuschuss von 200 000 Euro, deshalb erließ sie eine Erhaltungssatzung für den Bereich Dorfanger, der den Bauherren steuerliche Vorteile brachte.
Und nun ist gewissermaßen auch der letzte Baustein gesetzt: Der Pächter ist gefunden. Stefan Leonhard will eine "junge deutsche Küche" machen, mit leckeren Gerichten zu Preisen, die einen Restaurantbesuch erschwinglich machen. "Es wird täglich wechselnde Gerichte geben, mal Rinderfilet mit Steinpilzen, mal Tafelspitz, mal frische Forelle von meinem Nachbarn in Oetjendorf. Das wird dann durch eine feste Speisekarte ergänzen." Den feinen (und oft auch teuren) Ausflugslokalen wie dem "Forsthaus Seebergen", die es in der Hoisdorfer Nachbarschaft in großer Zahl gibt, will er keine Konkurrenz machen. "Zu uns soll man auch kommen können, wenn man feststellt: 'Ich hab heute keine Lust zu kochen, lass uns doch Essen gehen'."
An gastronomischer Erfahrung mangelt es ihm nicht. Vor der Strandhus-Station hat Leonhard im "Cardoza's" gekocht, dem Restaurant des Musical-Tempels "Neue Flora", davor im "Le Canard" und der "Osteria Due" - alles beste Adressen in Hamburg.
Jetzt also Hoisdorf - sicher ein Kontrast. Aber ein reizvoller. Es macht Spaß, mit Leonhard durch die unfertigen Räume zu gehen. Er sieht nicht nackten Beton. Er sieht Dinge, die es noch gar nicht gibt. "Hier kommt der Tresen hin", erzählt er und breitet seine Arme zu einer Geraden aus, die den Raum durchquert. "Daneben" - Leonhard zeigt auf das große Zimmer im alten Gebäude, von dem aus man auf den Dorfteich blickt - "entsteht ein Bistro-Bereich, und da hinten kommt so eine Art Stormarn-Stube rein - schön gemütlich."
Der neue Anbau, der vor ein paar Monaten noch bestenfalls Baustellen-Charme hatte, passt sich jetzt gut in die vorhandene Architektur ein. Die Backsteine, mit denen er verkleidet ist, haben sogar eine Geschichte. Sie stammen von einem Berliner Wasserturm, der jüngst abgerissen worden ist.
Die verglaste Veranda, die den Anbau mit dem alten Trakt verbindet, ist schon fertig. Davor entsteht eine Terrasse unter Bäumen. Im Obergeschoss wird geschlafen: 20 Betten hat das Hotel "Landhaus Hoisdorf". Im großen Saal, den ein Gaskamin erwärmt, gibt es Konzerte: Stefan Leonhard hat schon alles vor Augen. "Das war immer mein Traum, im eigenen Dorf was zu machen", sagt er - und strahlt.
www.landhaus-hoisdorf.de

      • BRUSS
 

1957
Günther und Gertrud Bruss beginnen als Einzelunternehmer mit Handel und Vertrieb von O-Ringen.
1959
Die Dichtungstechnik Mahlich & BRUSS KG wird am 15.10.1959 gegründet und investiert in den Aufbau eigener Fertigungseinrichtungen. Auf angeschafften Kompressionsmaschinen beginnt in Großhansdorf (Schleswig-Holstein) die Fertigung von O-Ringen. Das Gründungskapital beträgt € 3.500,00.
1965
Die Produktion wird aus Kapazitätsgründen an den nur wenige Kilometer entfernten Standort Hoisdorf verlegt, an dem sich noch heute der Hauptsitz der BRUSS Gruppe befindet. Nach dem Tod von Herrn Mahlich übernehmen Günther und Gertrud Bruss sämtliche Anteile an der Dichtungstechnik G. Bruss KG.
1970
Mit der Aufnahme von Hauben- und Ölwannendichtungen ins Produktionsprogramm wird die Produktpalette erweitert. BRUSS konzentriert alle Bemühungen auf den stark wachsenden deutschen Automobilmarkt. Als erster OEM Kunde des Unternehmens wird Mercedes-Benz gewonnen.
1975
Eine Tochterfirma wird in São Paulo, Brasilien, gegründet. Ein Engagement, das bis 1988 Bestand hat.
1978
BRUSS beginnt mit der Herstellung von Radial-Wellendichtringen und unterstreicht damit seine Kompetenz als Dichtungsspezialist für Motoranwendungen.
1981
In Sligo, Irland, baut BRUSS ein weiteres Auslandswerk auf und beginnt noch im gleichen Jahr mit der Produktion von Elastomerformteilen.
1989
Im Zuge des Ausbaus der globalen Präsenz wird ein Standort in Nordamerika notwendig. Die Federal Mogul Corp. aus Detroit, Michigan, USA, erwirbt einen Minderheitsanteil von 49% an der BRUSS Gruppe. Die Firma erhält eine neue Rechtsform und firmiert nun unter Dichtungstechnik G. Bruss GmbH & Co KG.
1990
Im Zuge der Transaktion übernimmt BRUSS von Federal Mogul sämtliche Anteile an der Federal Mogul S.A. in Durango, Spanien. Das Werk im Norden Spaniens firmiert von nun an unter BRUSS Juntas Téchnicas S. en Com.
1991
Das Joint Venture BRUSS Federal Mogul Sealing Systems in Summerton, South Carolina, USA, nimmt die Produktion auf. BRUSS hält an diesem Joint Venture 51% der Anteile.
1992
Mit der Gründung des BRUSS Werkes Brieselang GmbH & Co. KG in Brieselang, Brandenburg, schafft BRUSS einen Standort in Ostdeutschland und baut aufgrund der raschen Expansion dringend benötigte Fertigungskapazität auf.
1997
Am Standort in Brandenburg wird gemeinsam mit dem Partner Novapax Kunststofftechnik Steiner GmbH & Co KG die BRUSS Kunststofftechnik GmbH & Co. KG gegründet. Das Unternehmen erweitert damit seine Angebotspalette um
1998
BRUSS entscheidet sich für den Rückerwerb des Minderheitsanteils von Federal Mogul. Das Unternehmen ist wieder vollständig in Familienbesitz.
1999
Oliver Bruss, Sohn der Gründer, steigt in das operative Geschäft der BRUSS Gruppe ein und übernimmt in der Geschäftsführung die Aufgabe der Internationalisierung der BRUSS Gruppe sowie die Steuerung der Auslandswerke.
Es folgt die Neugründung der BRUSS North America Inc. in Orion, Michigan, USA.
2000
Oliver Bruss übernimmt den Vorsitz der Geschäftsführung der BRUSS Gruppe. Die Gründer Günther und Gertrud Bruss ziehen sich aus dem Tagesgeschäft vollständig zurück.
2001
Mit dem Ziel, die Zukunft der BRUSS Gruppe für Mitarbeiter und Kunden langfristig zu sichern, überschreiben die Gründer Günther und Gertrud Bruss zu Lebzeiten sämtliche Anteile an der BRUSS Gruppe auf Oliver Bruss.
2002
Aufbau des Produktionswerkes und nordamerikanischen Stammsitzes in Russell Springs, Kentucky, USA.
2004
Gründung des Werkes BRUSS Polska SP.z.o.o. in Mragowo, Polen.
2007
Der Ausbau der globalen Präsenz nach Japan erfolgt zunächst durch die Unterzeichnung eines umfangreichen Technologie- und Kooperationsvertrages mit dem Dichtungsspezialisten Keeper Co. LTD. in Japan. Das gemeinsame Netzwerk verfügt nun über Entwicklungszentren in Europa, Nordamerika und Japan sowie insgesamt 10 verfügbare Produktionsstätten in der Triade.
2008
BRUSS eröffnet ein Büro in Shanghai, um die technische Betreuung von Automobilherstellern in China sicherzustellen. Der Aufbau eines eigenen Werkes in der Shanghai Jiading Industrial Zone ist für 2010 fest vorgesehen.

Bei BRUSS finden Sie alles von A wie A-Ring bis Z wie Zylinderkopfhaube: technisch perfekt und maßgeschneidert nach Ihren Wünschen.
Egal, ob Sie Präzisionsdichtungen, Module oder ein komplettes System brauchen – wir haben das richtige Produkt. Bei uns wird das gesamte Umfeld von Abdichtstellen im Motor-, Getriebe- und Achsenbereich ganz nach den Wünschen der Kunden entwickelt und optimiert. Genau das macht BRUSS auch so einzigartig unter den Anbietern: Hier finden Sie ein breites Angebotsspektrum der Dichtungstechnik – in erstklassiger technischer Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen.
Bei der Herstellung unserer Produkte stehen Faktoren wie hervorragende Funktionalität, Stabilität, lange Lebensdauer und einfache Montage natürlich im Vordergrund. Zusätzlich unternehmen wir alles, um den Produktionsablauf zu optimieren und Zeit und Kosten zu sparen. Wir achten auf optimale Kapazitätenauslastung, den Einsatz hocheffizienter, modernster Technologien und Produktion im Kundentakt „just in time“: also genau so schnell so viel, wie der Kunde braucht.
Bei der Organisation des Unternehmens setzen wir auf vertikale Integration: Produktgruppen mit ähnlichem Anforderungsprofil liegen von der Entwicklung bis zur Auslieferung komplett in einer Verantwortung. Mit dem Beginn unserer Zusammenarbeit wird für Sie ein erfahrenes, funktionsübergreifend arbeitendes Team bereitgestellt, das bis zum Abschluss des Auftrags für Sie da ist. Das verschafft uns den nötigen Überblick und Ihnen einen persönlichen Ansprechpartner, auf den Sie sich verlassen können.

      • Die Südstormarnsche Kreisbahn
war eine Kleinbahn im südlichen Teil des schleswig-holsteinischen Kreises Stormarn und im östlichen Hamburg.
Die 33,7 km lange eingleisige Strecke führte vom Bahnhof Billbrook der Billwerder Industriebahn über Billstedt, Glinde und Siek zum Bahnhof Trittau an der Staatsbahnstrecke Oldesloe–Schwarzenbek und wurde am 17. Dezember 1907 eröffnet. In Billbrook bestand ein Anschluss an die Hamburger Marschbahn sowie durchgehender Personenverkehr über Billbrook hinaus zum Bahnhof Tiefstack an der Strecke Hamburg–Bergedorf der heutigen Hamburger S-Bahn.
Die Bahn befand sich im Eigentum des Kreises Stormarn.
Zwischen Billstedt und Havighorst überwindet die Strecke den Aufstieg vom Tal der Bille zum Geesthang nördlich der Elbe, dieser Abschnitt ist eine der steilsten Eisenbahnstrecken Norddeutschlands.
 

Während sich der Personenverkehr besonders am Wochenende zufriedenstellend entwickelte, war das Güteraufkommen auf der Strecke von Anfang an mäßig. Größere Transportleistungen im Güterverkehr waren während der jährlichen Rübenkampagne sowie beim Bau der Autobahn Hamburg–Lübeck, der späteren A1, zu verzeichnen.
Die Bahngesellschaft versuchte, den Betrieb zu rationalisieren. So wurden beispielsweise 1924/25 zwei Triebwagen von Linke-Hofmann-Lauchhammer und AEG angeschafft. Trotzdem wurde bereits in den 1930er Jahren eine Stilllegung diskutiert und 1933 vom Kreistag auch beschlossen. Die Ansiedlung von Rüstungsbetrieben konnte die Stilllegung aber zunächst abwenden.
Seit 1928 firmierte die Betreibergesellschaft der Südstormarnschen Kreisbahn als Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn (VKSt) und bot einen parallelen Autobusverkehr vom Hamburger Hauptbahnhof nach Trittau an.
Der Personenverkehr wurde am 15. März 1952 auf der gesamten Strecke eingestellt. Zwischen Glinde und Trittau wurden die Gleisanlagen in den folgenden Jahren abgebaut; auf ihrer Trasse befindet sich heute ein Radwanderweg. Der Abschnitt von Billbrook nach Glinde mit dem Anschluss zum dortigen Heereszeugamt und Industriegebiet blieb für den Güterverkehr erhalten. Ebenso bestehen die meisten Bahnhofsgebäude im gesamten Streckenverlauf noch heute.
Die Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn (VKSt) fusionierten im April 1954 mit der Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn (BGE) zu den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH). Die Bahnanlagen und Betriebsführung auf der verbleibenden Eisenbahnstrecke übernahm mit Beginn des Jahres 1956 die Eisenbahngesellschaft Altona-Kaltenkirchen-Neumünster (AKN), die dort bis heute Güterverkehr betreibt. Am 18. Oktober 2005 hatte die AKN im Bundesanzeiger die Strecke zur Stilllegung ausgeschrieben. Auf diese Ausschreibung gab es vier Bewerbungen. Am 20. Juli 2006 hatte die AKN diese Ausschreibung beendet und mitgeteilt, die Strecke in eigener Verantwortung weiter zu betreiben. Somit war zunächst ein Rückbau abgewendet. Allerdings gibt es Bewegungen in Glinde, denen die Reststrecke ein Dorn im Auge ist. Die politischen Parteien schätzen den Wert der Strecke unterschiedlich ein. Während sich die CDU eher für den Abbau ausspricht, hat die SPD sich in ihrem Parteiprogramm zunächst für den Erhalt, verbunden mit Machbarkeitsuntersuchungen für eine Nutzung und Anbindung an das Hamburger U-Bahn-Netz ausgesprochen. Auch der Abbau der Gleise im ehemaligen Depot-Gelände wird von der SPD wohl eher kritisch bewertet.
Am 17. Dezember 2007 hatte der Förderverein Südstormarnsche Kreisbahn zu einer Feierstunde zum 100-jährigen Jubiläum der Kreisbahn eingeladen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums zeigte das Kreisarchiv in Bad Oldesloe eine Archivausstellung.

     • Streit um den alten Speicher (Hamburger Abendblatt vom 9. Oktober 1999)
 

Wasserwerke sträuben sich gegen Denkmalschutz-Verpflichtungen
Die Hamburger Wasserwerke sind keineswegs glücklich darüber, dass sie jetzt für ein Denkmal aufkommen sollen. Das Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein in Kiel hat einen seit 1971 ausgedienten Wasserspeicher in Hoisdorf für erhaltenswürdig befunden. Die Wasserwerke haben jetzt die Möglichkeiten, sich beim Denkmalrat zu beklagen, der Entscheidungen des Landesamts kontrollieren kann, oder vor Gericht zu gehen.
Das Landesamt geht davon aus, dass der Speicher tatsächlich geschützt wird: Ein großes Unternehmen könne sich die Instandhaltung problemlos leisten.
Warum stellt man einen Wasserspeicher unter Denkmalschutz? Am Eingang des Bauwerks in Hoisdorf steht ein kleiner Turm mit vielen Zinnen, der wie ein Teil einer Burg wirkt. Das Landesamt für Denkmalpflege sieht die Besonderheit des 1892 erbauten Speichers darin, dass hier versucht wurde, ein technisches Bauwerk in die Natur zu integrieren. So wurde auch der 1440 Kubikmeter fassende Speicher zur Hälfte ins Erdreich eingelassen und dann mit einem künstlichen Hügel bedeckt. Die Bauweise einer Burg und die Einbettung in die Natur erinnern an englische Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts.
Im Gegensatz zu den reich gestalteten Wassertürmen in den Städten ist die Architektur dieses Eingangsturms auf den ersten Blick eher schlicht. In Schleswig-Holstein ist dem Landesamt keine vergleichbare Anlage bekannt.
Der Wasserspeicher wurde vom Wasserwerk Großensee gebaut, das damals noch der Stadt Wandsbek gehörte. Nachts wurde Brunnen- und Seewasser in den Speicher gepumpt, tagsüber wurden damit die Häuser versorgt. Auf dem umliegenden Gelände an der Straße Bornbek wird heute Golf gespielt.
Der Eingangsturm hat einen quadratischen Grundriss mit gut vier Meter langen Seiten. Über die kreisrunden Öffnungen im Rundbogenfries, die jetzt verschlossen sind, wurde der Raum belüftet. Durch ein Rundbogenportal kommt man in den Vorraum im Eingangsturm und schließlich zum Wasserbehälter, der etwa 23 Meter lang und 17 Meter breit ist. Ein Wartungsgang führt drei Meter über dem Speicherboden zum unterirdischen Schieberbauwerk, mit dem das Wasser zu- und abgelassen werden konnte. Der Gang trennt den Speicher in zwei Kammern, deren Gewölbe von zehn Pfeilern getragen werden.
Wie ein Geisterschloss wirkt der Eingangsturm des ausgedienten Wasserspeichers in Hoisdorf. Die Hamburger Wasserwerke sind dagegen, dass er unter Denkmalschutz gestellt wird.

zum Golf-Club



 

Und dann ging es zum Grünkohlessen in den Golf-Club Siek. Die Eindrücke wurden lebhaft diskutiert.